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„Supply Chain Management und Einkaufsstrategien“: CHKD-Fachausschuss veranstaltet 3. Fachseminar

Am 6. November veranstaltete der CHKD-Fachausschuss (Automobilindustrie) in Kooperation mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, NRW.INVEST das 3. Fachseminar 2018 zum Thema „Supply Chain Management und Einkaufsstrategien“. An der Veranstaltung in Düsseldorf nahmen neben den Mitgliedern des Fachausschusses und einem Vertreter der chinesischen Botschaft auch deutsche Experten teil. Gemeinsam teilten sie ihre Erfahrungen im Bereich Supply-Chain-Management/Einkauf und erörterten die Chancen und Herausforderungen internationaler Zulieferer in Deutschland. Geleitet wurde das Seminar von David Huang, erster Sprecher des CHKD-Fachausschusses (Automobilindustrie) und Deutschland-Geschäftsführer der Contemporary Amperex Technology Ltd. (CATL).

Nach einer Begrüßung durch Herrn Huang teilte Oliver Schierhöfer, Hauptabteilungsleiter Einkauf Alternative Antriebe und Motorsport bei der BMW Group seine Sichtweise, was beim Umgang zwischen ausländischen Zulieferern und deutschen OEMs beachtet werden sollte. Er betonte, dass deutsche Automobilhersteller nicht nur auf Produktqualität und pünktliche Lieferung Wert legen, sondern auch die Transparenz des Supply-Chain-Managements und die Glaubwürdigkeit von Zulieferern als wichtig einschätzen. Für ausländische Lieferanten sei es einfacher, eine harmonische und stabile Geschäftsbeziehung aufzubauen, wenn sie einen effizienten und transparenten Kommunikationsmechanismus mit den OEMs pflegen.

Als zweiter Redner teilte Herr CAI Zhengxin, Geschäftsführer der Preh GmbH und ebenfalls Fachausschuss-Sprecher, im Anschluss seine Praxis-Erfahrungen mit den Teilnehmern und betonte dabei, dass die Integration von Faktoren wie Transport, Rohstoffe und Produkte kompliziert, aber notwendig sei. Der Widerspruch zwischen Kundennachfrage und Lieferzeit von Materialien, sowie Störungen in der Lieferkette verursachen hohe Kommunikationskosten. Ein effizientes Tier 1-Supply-Chain-Management besteht aus einem Produkt aus ERP-Systemen für Unternehmen, Analysen und Prognosen von Kundennachfragen, sowie einer funktionsübergreifenden Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Unternehmensabteilungen. Durch diese Faktoren werden hohe Anforderungen an die „interne Stärke“ von Unternehmen und Managern gestellt.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung beleuchtete Steffen Wirth, der in der Vergangenheit als Vice President Central Quality bei BMW gearbeitet hat, die Chancen und Herausforderungen für Zulieferer im internationalen Kontext und gab den Teilnehmern einige Lösungsansätze und Tipps bei der Auswahl von Partnern und für ein effizientes Management mit auf den Weg.

Während des Seminars stellte zudem Herr Dr. FU Qiang, Leiter des Servicecenter Greater China von NRW INVEST, die Vorteile des Standortes Nordrhein-Westfalen für Unternehmen aus der Zuliefererbranche vor. So seien ein Drittel der deutschen Automobilzulieferer in NRW ansässig und profitieren damit von der lückenlosen Infrastruktur und einem starken Netzwerk. Zusätzlich konzentrieren sich acht Universitäten bzw. Forschungsinstitute in NRW auf die Bereiche Elektrofahrzeugtechnologie und -automatisierung. Hinzu kommt eine dynamische Start-up-Landschaft, die bereits einige vielversprechende Unternehmen im Bereich Elektromobilität hervorgebracht hat.

Über den Fachausschuss:
Der CHKD-Fachausschuss (Automobilindustrie) wurde im vergangenen Jahr gegründet und bündelt die Kompetenzen von chinesischen Unternehmen (darunter OEMs, Zulieferer, E-Auto-Hersteller u.a.), die in Deutschland aktiv sind. Ziel des Fachausschusses ist es Dialog und Austausch zu fördern sowie die Beziehung mit deutschen Unternehmen und Experten zu stärken.