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Neueste Studie zum Geschäftsklima chinesischer Unternehmen in Deutschland

Die Chinesische Handelskammer in Deutschland e. V. (CHKD) veröffentlicht ihren neuesten „Geschäftsklimaindex“.
Neueste Studie zum Geschäftsklima chinesischer Unternehmen in Deutschland veröffentlicht

Berlin, 22.10.2015 Pünktlich zum Chinabesuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel veröffentlicht die Chinesische Handelskammer in Deutschland e. V. (CHKD) ihren neuesten „Geschäftsklimaindex“. Die Studie zeigt, dass das Interesse chinesischer Unternehmen am deutschen Markt trotz der angespannten Lage in Europa ungebrochen ist. Gleichzeitig besteht jedoch ein großer Bedarf an einer Verbesserung des Geschäftsklimas in Deutschland.

Die in den Sommermonaten durchgeführte Umfrage knüpft an eine Vorgänger-Studie aus dem Jahr 2014 an und bündelt Daten von 130 chinesischen Unternehmen, die in Deutschland tätig sind (2014: 114 Unternehmen). Neben allgemeinen Kennzahlen zeichnet die neue Studie ein Bild des Geschäftsklimas in Deutschland und legt ihren Fokus auf zentrale Probleme, mit denen chinesische Unternehmen in Deutschland konfrontiert sind.

Die Studie zeigt, dass das Bankenwesen in Hessen (Frankfurt a. M.), Handel und Logistik in Hamburg und Bergbau/Metallurgie in Nordrhein-Westfalen weiterhin zu den beliebtesten Branchen und Standorten chinesischer Unternehmen gehören. Insgesamt beschäftigen die befragten Unternehmen in Deutschland derzeit etwa 28.000 Mitarbeiter, darunter 38,6% Nicht-Chinesen.

Jeweils über 80% der befragten Unternehmen sind „zufrieden“ bzw. „sehr zufrieden“ mit dem Investitionsumfeld sowohl in ganz Deutschland als auch an ihrem lokalen Standort. Mit 90% zeigt sich ebenfalls eine klare Mehrheit zuversichtlich gegenüber der zukünftigen Entwicklung ihres Unternehmens in Deutschland. Trotz der europäischen Schuldenkrise ziehen über zwei Drittel der befragten Unternehmen keine Veränderung ihrer Investitionsplanung in Betracht. Ungefähr ein Drittel möchte ihre Investitionsaktivität in Deutschland sogar verstärken.

Aus den Umfrageergebnissen wird deutlich, dass die Zuversicht der Unternehmen jedoch auch von einer Verbesserung des Geschäftsklimas in Deutschland abhängt. Denn wie schon im Vorjahr zeigt auch die diesjährige Studie die Existenz einer Vielzahl an investitions- und geschäftsbezogenen Problemen und Schwierigkeiten. So sind Probleme mit dem interkulturellen Management sowie der Beantragung von langfristigen Arbeitsvisa und –genehmigungen weiterhin sehr verbreitet. Im Vergleich zur Studie aus dem Jahr 2014 wurden dieses Mal zudem einige branchenspezifische Herausforderungen, wie der «beschränkte Zugang zu bestimmten Märkten» (z.B. Baumarkt), die «unangemessene Aufsicht chinesischer Banken» und die «Einschränkungen im Luftrecht» von den Unternehmen genannt.

Laut dem Geschäftsführer der Chinesischen Handelskammer in Deutschland, Herrn DUAN Wei, sei Deutschland „aufgrund seines offenen Investitionsregimes weiterhin ein beliebtes Zielland für chinesische Unternehmen“. Diese zeigen „in großem Maße Bereitschaft, Investitionen in Deutschland zu tätigen und zu erweitern.“ Der Geschäftsklimaindex 2015 solle „einen differenzierteren Blick auf die in der deutschten Öffentlichkeit geradezu als ‚Investitionsrausch‘ dargestellte zunehmende Aktivität chinesischer Unternehmen in Deutschland ermöglichen“ und „vor allem auf die Herausforderungen aufmerksam machen, mit denen die Unternehmen vor Ort konfrontiert sind.“ Die CHKD sei bereit, „Hand in Hand mit der deutschen Politik und Wirtschaft die Verbesserung des Geschäftsklimas weiter voranzutreiben.“

 

Pressekontakt

Die Chinesische Handelskammer in Deutschland e. V.

Ansprechpartner: Herr Jannik Dennier

Telefon: 030-209 175 22

Email: jannik.dennier@chk-de.org

Anhang:

Geschäftsklimaindex chinesischer Unternehmen in Deutschland 2015

《在德中资企业商业环境调查 2015》