CHKD x BIG BANG KI Festival: Ein Tag voller Innovation, Dialog und internationaler Perspektiven
Ein Tag voller Innovation, Dialog und internationaler Perspektiven
Am 16. September 2026 stand die Chinesische Handelskammer in Deutschland (CHKD) beim BigBangKI-Festival in Berlin ganz im Zeichen von Künstlicher Intelligenz, Digitalisierung und internationalem Austausch. Als offizieller Mitorganisator war die CHKD gemeinsam mit ihrem Mitgliedsunternehmen China Mobile und in enger Zusammenarbeit mit dem Veranstalter des DUP-Festivals an der Ausrichtung des Sino-European Future Intelligent Manufacturing Forum beteiligt.
Im Mittelpunkt des Forums standen die vielfältigen Möglichkeiten, die Künstliche Intelligenz für Industrie, Wirtschaft und Gesellschaft eröffnet. Deutsche und chinesische Unternehmen sowie Expert:innen tauschten sich darüber aus, wie KI industrielle Fertigungsprozesse verändern, wirtschaftliche Abläufe weiterentwickeln und neue Formen der internationalen Zusammenarbeit schaffen kann. Dabei wurde deutlich, dass technologische Entwicklungen nicht losgelöst voneinander betrachtet werden können. Gerade beim Thema KI bietet der Austausch zwischen Deutschland und China die Möglichkeit, unterschiedliche Erfahrungen, Perspektiven und Ansätze zusammenzubringen und voneinander zu lernen.
Das Leitthema „Intelligent Manufacturing“ stand dabei für weit mehr als den Einsatz von Robotik und automatisierten Produktionsprozessen. Es ging um die Frage, wie KI bereits heute in der Industrie eingesetzt wird, welches Potenzial in ihrer weiteren Entwicklung steckt und welche Voraussetzungen für eine erfolgreiche und verantwortungsvolle Nutzung geschaffen werden müssen.
Grußworte
Frau Brigitte Zypries unterstrich die Bedeutung des Austauschs in herausfordernden Zeiten. Als ehemalige Bundesministerin und ausgewiesene China-Kennerin betonte sie, wie wichtig es sei, den Dialog zwischen den Ländern offen zu halten und die Beziehungen als einen Prozess des gegenseitigen Lernens zu verstehen. China könne dabei von Deutschlands Automatisierungstiefe lernen, während Deutschland vom offeneren und spielerischeren Umgang Chinas mit neuen Ideen und Entwicklungen profitieren könne. Herr Andrew Niu, Generalsekretär der Chinesischen Handelskammer in Deutschland und Regional Head von China Mobile International für die Region Europa, betonte ebenfalls die Bedeutung eines offenen Austauschs: „Nur durch den Aufbau einer ausgereiften digitalen Infrastruktur und eines offenen Partner-Ökosystems kann KI ihren vollen Wert entfalten und zu einer treibenden Kraft für die Modernisierung der Industrie werden.“
Potential von KI und internationaler Austausch aus deutscher Perspektive
Dr. Joachim Lang, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft e. V., hielt eine Rede über die Rolle der Luftfahrt im Lern- und Austauschprozess zwischen China und Deutschland. Dabei bezeichnete er die Luftfahrt als eine notwendige Verbindung zwischen den verschiedenen Akteuren. Er plädierte außerdem dafür, dass die Antwort auf den Wettbewerb nicht Abschottung sein dürfe: „Wir brauchen Offenheit plus Resilienz, wir brauchen Kooperation und fairen Wettbewerb, wir brauchen internationalen Austausch und die Fähigkeit, technologische Abhängigkeiten zu beherrschen.“ Auch Jens de Buhr sprach in seiner Rede über die Bedeutung von Zusammenarbeit und gegenseitigem Vertrauen. Zudem betonte er, dass es Regeln für den Umgang mit KI brauche, da diese sowohl positive als auch negative Auswirkungen haben könne. „Wir wollen die positiven Nutzen, und wir sollen sehen, dass wir die negativen Sachen […] wegschließen.“
Die Zukunft der KI Entwicklung
Henson Liao, Direktor des Produktmanagements bei China Mobile International, hielt einen Vortrag zur sino-europäischen intelligenten Fertigung. Nach einer kurzen Vorstellung des Unternehmens erläuterte er den Einsatz von KI in den Systemen von China Mobile. Als Beispiel führte er unter anderem Fahrzeuge an, die nach der Montage autonom vom Band fahren. Anschließend hielt Maryann Tseng, Chief Strategy Officer und Vizepräsidentin der Phancy Group, eine Rede über den Wandel von der Infrastruktur hin zu einer branchenorientierten Intelligenz. Industrielle Intelligenz beruhe auf vier ineinandergreifenden Grundpfeilern: Rechenleistung, Daten, Modelle und Anwendungen. Dies veranschaulichte sie am Beispiel der verarbeitenden Industrie, insbesondere anhand eines Automobilherstellers. Ihr Fazit lautete: „KI schafft ihren Wert nicht als eine bloß aufgepfropfte Technologieschicht, sondern indem sie Menschen und Systemen hilft, mit höherer Geschwindigkeit, klarerer Urteilskraft und mehr Sicherheit zusammenzuarbeiten.“
Panel-Diskussion: Gemeinsam in die Zukunft
In einer spannenden Panel-Diskussion mit Expert:innen aus Technologie, Wirtschaft, Informatik und Industrie – darunter Alexander Hoeckle, Abteilungsleiter Außenwirtschaft des Bundersverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V. und Mitglied des Vorstands der Deutsch-Chinesischen Wirtschaftsvereinigung; Kerstin Wagner, Co-CEO der United Robotics Group; Lyn WANG, Regional Manager by Unitree; Nijat Nuri, Senior Business Development Executive, China Mobile International sowie Prof. Dr. Schlüter-Langdon, Data Analytics Executive and Scientist, T-Systems International GmbH, Deutsche Telekom – wurde deutlich, dass eine enge Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen Deutschland und China insbesondere mit Blick auf die Entwicklung von KI von großer Bedeutung sind. Die Panelist:innen betonten zudem, dass KI-Sicherheit eine große Herausforderung darstelle, die internationale Zusammenarbeit unabdingbar mache. Dabei wurde auch hervorgehoben, dass Deutschland von China lernen könne. Statt sich von Bedenken zurückhalten zu lassen, gelte es, neue Technologien auch praktisch zu erproben und Erfahrungen zu sammeln. Einigkeit herrschte darüber, dass der Austausch zwischen den beiden Ländern eine wichtige Grundlage für die weitere Zusammenarbeit bildet. Auch die zunehmenden Herausforderungen für deutsche Unternehmen im internationalen Wettbewerb wurden thematisiert. Das Fazit: Wettbewerb und Kooperation schließen sich nicht aus, sondern können sich gegenseitig ergänzen.

