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Chinesische Unternehmen errichten eine gemeinsame Handelskammer in Deutschland

Am 27. Mai nahm der chinesische Ministerpräsident Keqiang LI während seines Deutschlandbesuches am Mittagsbankett in der Chinesischen Handelskammer in Deutschland teil.
Während seiner Hauptrede gab Ministerpräsident LI offiziell die Errichtung der Chinesischen Handelskammer in Deutschland bekannt, welche durch die in Deutschland ansässigen chinesischen Unternehmen gemeinsam gegründet wurde, um die beidseitige Zusammenarbeit und die chinesischen Investitionen in Deutschland weiter voranzutreiben. Noch am selben Tag traf der Ministerpräsident in seinem Hotel mit Mitgliedern aus dem Präsidium der Handelskammer zusammen und erteilte zugleich wichtige Instruktionen. Der Handelsminister Hucheng GAO, der den Ministerpräsidenten beim Deutschlandbesuch begleitete, setzte sich ebenfalls mit Vertretern der Handelskammer zusammen und brachte die hohen Erwartungen zum Ausdruck, die er in die Arbeit der Handelskammer setzt. Die Gründung der Chinesischen Handelskammer in Deutschland wurde auch offiziell in die “Gemeinsame Presseerklärung aus Anlass des Besuchs des chinesischen Ministerpräsidenten Keqiang LI in Deutschland” einbezogen.
Bei der Zusammenkunft mit Vertretern der Chinesischen Handelskammer ermutigte der Ministerpräsident Keqiang LI alle Verantwortlichen dazu, auf Grund der raschen Entwicklung chinesischer Investitionen in Deutschland, die Chinesische Handelskammer als Plattform des Informations- und Erfahrungsaustausches zu Nutzen und somit chinesischen Unternehmen in Deutschland die Zusammenarbeit und Verständigung in allen Bereichen der Gesellschaft zu erleichtern. Außerdem sollte die Kammer versuchen, sich ernsthaft über die Forderungen von Mitgliedsunternehmen zu informieren, um somit die im Laufe der Produktion und des Betriebs entstehenden Probleme und Schwierigkeiten beizulegen und bei Verhandlungen mit anderen Firmen zu helfen, sodass Belange der Unternehmen und legitime Interessen gewahrt werden, ihre gesellschaftliche Verantwortung getragen wird und die Unternehmen sich somit aktiv in die einheimische Gesellschaft integrieren können.
In den vergangenen Jahren haben die chinesischen Investitionen in Deutschland ein rasantes Wachstum erlebt. Für die chinesischen Unternehmen ist es daher dringend notwendig, ein Netzwerk, zu gestalten, welches ihre Interessen repräsentiert, die Forderungen der Unternehmen widerspiegelt sowie den Erfahrungsaustausch verstärk. Anfang dieses Jahres haben Tagungsteilnehmer auf einem Symposion von chinesischen Unternehmen aus ganz Deutschland vorgeschlagen, eine bundesweite Handelskammer zu errichten. Kurz darauf konnte bereits ein Ausschuss für die Vorbereitung dieses Projektes organisiert werden. Der Vorschlag zur Errichtung einer solchen Handelskammer wurde auch von den Regierungen beider Länder sowie des wirtschaftlichen Sektors unterstützt. Nach viermonatiger intensiver Vorbereitung wurde das Direktorium der Chinesischen Handelskammer ins Leben gerufen. Außerdem wurden Vertreter gewählt, die das ständige Sekretariat gründeten. Nachdem alle notwendigen Verfahren und rechtlichen Prüfungen ohne Probleme durchgeführt werden konnten und somit alle Anforderungen erfüllt waren, konnte die Chinesische Handelskammer in Deutschland etabliert werden.
Am 10. Mai fand die Konferenz zur Begründung der Chinesischen Handelskammer in Deutschland in der Botschaft der Volksrepublik China statt. Dabei waren 15 bundesweit vertretene chinesische Unternehmen anwesend, welche zum Vorstand der Handelskammer gehören. Der chinesische Botschafter Mingde SHI, der als Kurator der Handelskammer ebenfalls präsent war, hielt eine Ansprache. Bereits vor der Konferenz fand die Wahl des Präsidenten statt, bei der der Gesandte des Botschaftsrates der Wirtschafts- und Handelsabteilung Fanzhuang MENG, den Vorsitz innehatte. Von allen Präsidentschaftskandidaten wurde Fei CHEN als Präsident gewählt und übernahm damit den Vorsitz bei der Konferenz. Juristisch unterstützt wurde die Gründung der Chinesischen Handelskammer vom Pu Hua Yong Dao Anwaltsbüro. Am Tag der Konferenz wurde die Gründung auch von einem deutschen Notar vor Ort beglaubigt. Gemäß der Bestimmungen ist die Etablierung der Handelskammer somit legal, da alle erforderlichen Prozedere strikt eingehalten wurden.
Die vom Direktorium vorgeschlagene „Satzung der Chinesischen Handelskammer in Deutschland“ wurde nach eingehender Beratung aller Mitglieder angenommen. Es wurde beschlossen die Chinesische Handelskammer in der Hauptstadt Berlin anzumelden. Die Industrial & Commercial Bank of China (Niederlassung Frankfurt), die Baosteel Europe GmbH (Baosteel Europe in Kürze), die Helipark GmbH, die China Minmentals Corperation, die Preh GmbH sowie insgesamt 15 andere chinesische Unternehmen wurden auf der Konferenz zu Vorstandsmitgliedern gewählt. Diese fünf Unternehmen führen dabei den Vorsitz. Fei CHEN, Manager der Industrial & Commercial Bank of China (Niederlassung Frankfurt), wurde zum Präsidenten der Handelskammer gewählt. Zudem entschied sich das Direktorium dafür, Herrn Wei DUAN zum kommissarischen Geschäftsführer des Sekretariats, welches für die alltägliche Arbeit der Handelskammer zuständig ist, zu ernennen. Die Handelskammer erteilte weiterhin dem Pu Hua Yong Dao Anwaltsbüro den Auftrag die Handelskammer bei der Gründung juristisch zu unterstützen. Am Nachmittag diskutierten Präsidiumsmitglieder der Handelskammer über die nächsten Schritte und über die Arbeitsplanung für die kommende Zeit. Herr Fanzhuang MENG sowie Herr Fanhua ZENG, der Botschaftsrat für Presse und Öffentlichkeitsarbeit, gaben den Vorstandsmitgliedern der oben genannten Betriebe professionelle Unterstützung in Form von Trainings, die sich auf die bilaterale Wirtschafts- und Handelsbeziehungen sowie diplomatische Kenntnisse bezogen.